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Über Thorsten Küper und sein Ego-Online-Zine Sublevel12:

Man könnte die Frage danach, wer ich eigentlich bin, durchaus in einem Satz beantworten:

Ehemaliger Wissenschaftler, nun an einer Schule unterrichtender Physiker, gleichzeitig freischaffender Autor mit filmischen Ambitionen. Aus meiner Sicht grenzt es schon an ein Wunder, dass die Vermengung so konträrer Interessen und Weltsichten in einer Person, nicht zu einer Zersplitterung meiner selbst in multiple Persönlichkeiten geführt hat - jedenfalls nicht so weit ich wüsste...

Geboren 1969 in Herne wuchs ich in idyllischer Umgebung auf und entwickelte ab Ende der Siebziger Jahre eine tiefe Faszination für Science Fiction, Astronomie, Computer, Videospiele, Außerirdische, überlebende Dinosaurier, hirnrissige Verschwörungstheorien, fettes Essen, Cola und Kartoffelchips. Psychologisch geschickt gelang es mir in den frühen Achtziger Jahren meine Lehrer durch katastrophale schulische Leistungen von meiner geistigen Unzulänglichkeit zu überzeugen, so dass ich im Schatten dieser Tarnung ungestört meinen ausschweifenden Tagträumen nachhängen konnte. Dabei entdeckte ich mein Interesse am Verfassen von Geschichten und der Produktion von Hörspielen, die wehrlosen Kassettenrekordern eingeredet oder einer alten Schreibmaschine mit ausgetrocknetem Farbband eingehämmert wurden.

Über die Schulzeit hinweg konkretisierte sich mein Interesse an der Naturwissenschaft und aus einem schlechten wurde ein guter Schüler, der die Existenz seines Gehirnes nicht länger leugnen konnte. So nahm ich nach dem Abitur ein Physikstudium auf, das ich 1998 mit Erlangen eines Diploms abschloss, um mich gleich darauf mit dem festen Entschluss, Pädagoge zu werden, in ein anschließendes Mathematikstudium zu stürzen. Mittlerweile arbeite ich als Lehrer an einer Herner Schule und versuche Schülern die Geheimnisse der Physik näher zu bringen.

Über die Jahre hinweg hat sich allerdings meine Vorliebe für Literatur und Filme ausgeweitet und in kreativer Gestalt eine neue, deutlich bedrohlichere Form angenommen. Seit 1995 bin ich Mitglied im Funtasy-Club "Thunderbolt" für den ich Geschichten und satirische Texte verfasse. In den letzten Jahren habe ich außerdem das Internet als Veröffentlichungsmöglichkeit für mich entdeckt, lege aber vor allem großen Wert auf die gedruckte Form. Zum Beispiel in Anthologien oder in Ausgaben der Zeitschrift c´t.  Im letzten Jahr war ich mit der in Nova 10 erschienenen Story "Exopersona" für den Kurt Lasswitz-Preis 2007, sowie für den Deutschen Science Fiction-Preis 2007  nominiert.

Ganz besonders am Herzen liegt mir seit Jahren die Filmemacherei. Für das Thunderbolt Video Project betätige ich mich als Drehbuchautor, Co-Regisseur und aller äußerlicher Mängel zum Trotz als Schauspieler beteilige. Zuletzt haben wir hier den Kurzfilm Dystopia X abgedreht, dessen Fertigstellung sich leider in diesem Jahr verzögert hat.

Seit 2004 führe ich mein tägliches Weblog www.kueperpunk.de, in dem ich über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen aus dem breiten Spektrum meiner persönlichen Interessen berichte. Medien, Wissenschaft, Netzkultur, soziale Themen, Science Fiction, Grenzwissenschaften oder einfach nur Privates.

Von kreativen Ergüssen abgesehen habe ich noch eine ganze Reihe weiterer Vorlieben. Vor allem für gutes Essen, worunter ich kalorienreiche Nahrung verstehe, mit der ich meine unnötig hohe Lebenserwartung nach Kräften zu senken versuche. Mein Cholesterinspiegel dürfte meinen IQ mittlerweile hinter sich gelassen haben. Ich verkonsumiere deutlich zuviel Kaffee und vermag mich ohne den Einsatz von drei Tassen des schwarzen Goldes nicht von meinem Bett zu trennen. Ich arbeite, lese, esse, denke und liebe vorzugsweise liegend wohingegen ich sitzend schreibe. Sobald mich der Reichtum ereilt, gedenke ich, mir was hübsches konstruieren zu lassen, um endlich auch in meiner bevorzugten Position Texte verfassen zu können.

Ich lasse 12 Stunden täglich den Fernseher mitlaufen, logge mich mehr als ein Dutzend Mal am Tag ins Netz und trage dabei manchmal, um die Reizüberflutung zu komplettieren, den Kopfhörer eines Discmans auf den Ohren. Um es mit den Worten eines Freundes zu sagen: "Der Mann schreibt Cyberpunk, was meinst Du denn? Natürlich ist der völlig verdrahtet!" Mich durch die endlosen Informationshighways zu bewegen, finde ich ähnlich faszinierend, wie in der Nacht durch eine Stadt zu fahren, nur um mit laut aufgedrehter Musik die Kulisse zu geniessen - meine kleine, ganz persönliche Illusion von Freiheit.

Sublevel12 existiert bereits seit 1999, hat sich in dieser Zeit aber sichtlich weiter entwickelt. Besonders erfreulich für mich ist, dass immer öfter Autoren um eine Rezension ihrer Bücher bitten. Obwohl ich auf einer Ego-Seite wie Sublevel12 natürlich nur ein begrenztes Volumen an Material bieten kann, scheint sich doch vor allem im Laufe der letzten eineinhalb Jahre eine wachsende Leserschaft entwickelt zu haben.

Ich wünsche noch viel Spaß bei weiteren Besuchen auf Sublevel12.

Schau`n Sie mal wieder ein, ich mutiere ständig weiter.

 

 

Ein kleiner Überblick über bisherige Veröffentlichungen:

"Der Literat" in c`t 7/2000

"Biomasse" in c`t 20/2000 und c`t 21/2000

"Sinzigs Arche/ Ein normaler Tag im Leben eines Gottes" Taschenbuch im G.Meyer Taschenbuchverlag ("Sinzigs Arche" 4. Platz beim "Deutschen Science Fiction Preis 2002)

etwas sehr ungewöhnliches: "Filmkritik zum Film Matrix" in "Die Macht der Matrix" Gymnasialpädagogische Materialstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

"Der Tank" in c`t 8/2001 und c`t 9/2001

"Dvoraks letzte Symphonie" in Solar Tales 3

Mitarbeit am Drehbuch zu "between the line"

"Jenkins Zuflucht" in "Jenseits des Happy Ends" Bejot-Verlag und Solar X 138

"Neum..."in c`t 5/2002 und c`t 6/2002 (3. Platz beim "Deutschen Science Fiction Preis 2003")

Drehbuch "Versuch zu lächeln"

"Wenn Dich der Bluesman holen kommt" in Alien Contact 47 (online)

"Als Gott vom Himmel fiel" in Solar Tales 8

"Sublevel12" in "M@usetot" Verlag Robert Richter

"Radio Orbit" in c`t 5/2003 und c`t 6/2003 (nominiert für den Kurd Lasswitz Preis 2004)

"Wenn Dich der Bluesman holen kommt" in Alien Contact Jahrbuch 1

"Hayun" in Nova 2 (2. Platz beim "Deutschen Science Fiction Preis 2004")

"Mein Verleger und ich" in Criminalis 2

Drehbuch "Frauen"

"Projekt 38, oder: Das Spiel der kleinen Ursachen" in Nova 4 (nominiert für den Kurt Lasswitz Preis 2005)

"Mein Verleger und ich" in "Mords-Eifel", KBV-Verlag. Hrsgbr: Jacques Berndorf

"Parasiten" in c`t 16/2004 und c`t 17/2004

"Njomwegs Krankheit" in "Walfred Goreng", erschienen bei der "Storyolympiade"

"Der Atem Gottes" in "Visionen 2004: Der Atem Gottes", erschienen im Shayol-Verlag (nominiert für den Kurd Lasswitz Preis 2005)

Drehbuch "Herr J."

"Warten auf Kogai" in Nova 7 (Platz 2 beim "Deutschen Science Fiction Preis 2006")

"Das Festtagsprogramm " in "Überschuss", erschienen bei der "Storyolympiade"

"Über den Verlust des Sense of Wonder" Artikel in telepolis

"Spiegelbild des Teufels" in "Visionen 2005: Die Legende von Eden", erschienen im Shayol-Verlag (Platz 3 beim "Deutschen Science Fiction Preis 2006" und Platz 2 beim Kurd Lasswitz Preis 2006)

"Exopersona" in Nova 10 (Platz 2 beim  "Deutschen Science Fiction Preis 2007" und Platz 4 beim Kurd Lasswitz Preis 2007)

"Modus Dei" in "Visionen 2007 ", erschienen im Shayol-Verlag

"Caerleon Island" Artikel in telepolis

"Ludwig II. - Wiederauferstanden als Steampunkkönig im Cyberpunkuniversum" Artikel in telepolis

"Jeder will ein fliegendes Auto" Artikel in telepolis

"Steampunk meets real world meets virtual world" Artikel in telepolis

"Die Wahrheit ist irgendwo da draußen...oder in Duisburg" Artikel in telepolis

"Metaversum aufgebohrt" Artikel in telepolis

"Cyber ist Punk, Dampf ist Punk und die Bombe ist es erst recht." Artikel in telepolis

"Symbionten" Kurzgeschichte im GEE Magazin

"DebuggingYou" Kurzgeschichte in c`t 13/10

 

 
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